Adobe Investment-Memo

Adobe ist ein Qualitätsgeschäft, das der Screen abstraft — die Regelmechanik gibt kein Kaufsignal: UQF: Qualitätsprüfung nicht bestanden — Qualitäts-Mindestschwelle unterschritten (Qualität 2,0 von mind. 5,0). Auch der MSS-Pfad greift nicht: MSS: nicht anwendbar — MSS-Datenabdeckung zu gering (60 % von nötigen 75 %). Genau deshalb ist der Fall interessant.

Das Fundament steht: der Umsatz bei 21,5 Mrd. $, der freie Cashflow bei 7,55 Mrd. $, der Kursanker bei 383,77 $. Kein Sanierungsfall, sondern ein Marktführer im Rabatt.

Im Basisszenario setze ich ein Multiple von 7,5x an und lande bei einem Ziel von 440 USD — kein Kunststück, nur die Rückkehr zu einer Bewertung, die das Geschäft verdient.

Die qualitative Einordnung führe ich getrennt: 82. Das ist meine Note, keine Kennzahl.

Turnaround-These

Die These steht und fällt mit einem Punkt: Das Wachstum zieht wieder an, sobald die KI-Funktionen monetarisieren — ein bewusster Bruch mit der jüngsten Verlangsamung. Der Markt hat die Verlangsamung längst zum Dauerzustand erklärt; genau das ist die Wette. Das Ziel dazu: 440 USD.

Gegenargumente und widerlegende Risiken

Was die These kippt: anhaltender Preisdruck, KI-Investitionen, die die Margen fressen, ohne kurzfristig Erlöse nachzuliefern, und eine echte Entbündelung der Arbeitsabläufe. Bleibt die Wachstumswende aus, fällt der Fall — gemessen am Kursanker von 383,77 $.

Warum der Screen hier zu streng sein kann

Der Screen gatet Adobe aus (UQF: Qualitätsprüfung nicht bestanden — Qualitäts-Mindestschwelle unterschritten (Qualität 2,0 von mind. 5,0)) — und schaut dabei nach hinten. Er bestraft die Übergangsphase und übersieht, was die kontrarische These trägt: wiederkehrende Umsätze und Preissetzungsmacht. Der Filter hat recht über die Vergangenheit und schweigt über die Zukunft.